Basiswissen Teil 3   Brautkleidstoffe

Basiswissen Teil 3: Brautkleidstoffe
Satin, Taft oder doch lieber Tüll? Wer die Wahl hat, hat die Qual… Doch nicht jeder Stoff ist für jeden Brautkleidschnitt auch geeignet. Nicht nur die Wahl des richtigen Schnittes ist für ein Brautkleid entscheidend, ebenso von Bedeutung ist der dazu am besten passende Stoff. Mittlerweile kann man zwischen so vielen verschiedenen Brautstoffen wählen, dass die Entscheidung nur noch mehr erschwert wird. Der richtige Stoff beeinflusst jedoch die Gesamtoptik des Brautkleides maßgeblich und somit ist Stoff nicht gleich Stoff. Wir haben für Sie eine Übersicht über die beliebtesten Stoffarten für Brautkleider und ihr Eigenschaften zusammengestellt:

Beispiel für ein Brautkleid aus Chiffon

Chiffon

Die aus dem Französischen stammende Bezeichnung bedeutet so viel wie „durchsichtiger Stoff“ und benennt ein feines, hauchdünnes Gewebe aus Kunst- oder Naturfasern, aus Baumwolle oder Viskose. Durch seine fließende Leichtigkeit findet er oft bei festlichen, romantischen, schmal geschnittenen Brautkleidern Verwendung. Das halbtransparente Material wird häufig mehrlagig verarbeitet. Ein traumhaft schöner Effekt tritt ein, wenn ein zarter Windhauch mit dem Stoff spielt. Chiffon wirkt sehr zart und feminin, ist angenehm zu tragen und fließt weich und romantisch.

Weniger kostenintensiv und etwas fester als Seidenchiffon ist die Variante aus Polyester. Polyesterchiffon knittert auch deutlich weniger als Seidenchiffon. Allerdings wärmt dieser Stoff nicht, ist also nur für eine Sommerhochzeit zu empfehlen.

Eigenschaften:
+ luftiger, weicher, federleichter, halbtransparenter und sehr femininer Stoff
+ besonders im Sommer geeignet, da leicht und angenehm

Beispiel für ein Brautkleid aus Spitze

Spitze

Spitze ist DER Stoff schlechthin für Brautkleider. Dieses sehr facettenreiche Gewebe bietet fast für jede Braut den richtigen Stil. Egal ob mit feiner, zarter Spitze für ein romantisches Brautkleid oder in grober, oder flächiger Spitze für ein Kleid im Boho-Stil. In den meisten Fällen werden florale Muster oder Paisley Varianten verwendet.

Zwar gibt es Spitze schon seit vielen Hundert Jahren, doch ist sie zurzeit aktueller denn je.  Besonders edle Spitze hat detailreiche florale oder geometrische Muster. Spitze wird in verschiedenen Varianten eingesetzt. Sie kommt als Randabschluss, als Spitzenapplikation oder als Ornament an fließenden Linien zum Einsatz und veredelt das Brautkleid auf raffinierte Weise. Spitzenstoffe werden meist zur Veredelung eingesetzt und zieren Dekolleté, Träger, Corsage oder Rocksaum von Kleidern unterschiedlicher Stile. So wirken kleine Spitzenapplikationen am Dekolleté oder auf dem Rock wunderbar leicht und romantisch, ein spitzengesäumter Rock edel und klassisch, ein All-over Spitzenkleid je nach Schnitt mal mädchenhaft und verspielt, mal sinnlich, opulent und extravagant. Spitze gibt dem Brautkleid stets einen romantischen, majestätischen, verspielten und edlen Touch. Für romantisch veranlagte Bräute, die elegant aussehen möchten, ist ein Hochzeitskleid aus Spitze die perfekte Wahl.

Der zurzeit angesagte „Tattoo-Effekt“, der durch die perfekte Kombination von Spitze und Tüll zustande kommt, ist einer der herausragenden Trends der heutigen Brautmode. So wird die Haut an Rücken, Dekolleté, Ärmeln oder Trägern mit zarten Blumen aus Spitze verziert, die scheinbar auf der Haut aufliegen und einen eleganten „Tattoo-Effekt“ simulieren. In Wirklichkeit werden die Applikationen auf nudefarbenen Tüll aufgesetzt.

Eigenschaften:
+ elegant, romantisch, sinnlich, feminin, verspielt
+ modern und angesagt
+ wunderschön in Kombination mit dem neuen Tattoo-Spitzen-Trend

Beispiel für ein Brautkleid aus Organza

Organza

Organza zeichnet sich durch Festigkeit aus, obwohl es dünn und transparent wirkt. Hergestellt wird es aus Seide und Viskose oder Kunstfasern wie Nylon und Polyester. Je nach Lichteinfall hat Organza eine zart schimmernde Optik. Das schillernde Material kann aus Seide oder aus synthetischen Fasern wie Nylon, Viskose, Polyester hergestellt werden.

Weil es leicht ist und gleichzeitg eine gute Griffigkeit aufweist, kann es auf viele Arten verarbeitet werden.  Aufgrund seines leichten Gewichtes aber festen Materials ist es in der Brautmode sehr beliebt.
Organza gibt dem Kleid Volumen und Fülle und lässt es leicht, luftig und beschwingt wirken. Es wird oft für voluminöse Röcke verwendet. Auch für die Kreation von Schmuckblüten ist dieser Stoff hervorragend geeignet.

Organza ist ein feines Material und kann daher leicht beschädigt werden. Hergestellt aus Naturseide knittert das Material leicht und ist noch empfindlicher, kleinste Fehler wie Fadenverschiebungen oder Löcher sind sofort sichtbar. Daher werden in der Brautmode häufig eher synthetischen Fasern herangezogen, da sie ähnlich aussehen, jedoch viel robuster und pflegeleichter sind und dabei weniger knittern.

Eigenschaften:
+ ideales Material für Brautkleider mit voluminösen Röcken und luftigem Erscheinungsbild
+ fließende, zarte und fein schimmernde Optik

Beispiel für ein Brautkleid aus Satin

Satin

Satin ist der wohl beliebteste und am meisten verwendete Stoff für Brautkleider und zählt inzwischen zu den zeitlosen Klassikern. Die ursprünglich aus dem Französischen stammende Wortbedeutung ‚seidig‘ beschreibt die glänzende Oberfläche des Materials, die diesem ein besonders edles und elegantes Aussehen verleiht. Während er früher den Adeligen vorbehalten war, kann sich heute jeder daran erfreuen.

Durch seine besondere Webtechnik namens Atlasbindung ergeben sich eine edel glänzende, glatte Oberseite und eine matte Unterseite. Satin wird aus Seide, aber auch als günstigere Alternative aus Polyester oder Viskose hergestellt. Die Herstellung erfolgt mittels fester Garne, so dass auch der Stoff schön fest und schwer wird und alleine durch sein hohes Eigengewicht elegant und edel fällt und sich von alleine wieder glatt zieht. Aus diesem Grund eignet sich Satin besonders als Unterlage für Verzierungen wie Stickereien oder Applikationen aus Perlen und Steinchen.

Satin kann der Oberstoff eines Brautkleides sein, jedoch ist dieser Stoff auch als Futter verwendbar.

Eigenschaften:
+ eleganter Glanz
+ ideal für reich verzierte Kleider
+ pflegeleicht
+ strapazierfähig
+ fest und formend

Seide

Seide - ein Stoff der puren Luxus verspricht. Echte Seide ist eine reine Naturfaser, die aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen wird. Das unnachahmliche Spiel von Licht und Schatten des glänzenden Stoffes ist besonders reizvoll. Seide bietet bei allen Temperaturen einen angenehmen Tragekomfort, da es bei kalten Temperaturen wärmt wohingegen es im Sommer kühlend wirkt. Seide ist weich und reißfest, aber auch empfindlich, insbesondere gegenüber Licht. Seidenkleider sollten daher im Anschluss an die Hochzeit und die professionelle Reinigung in einem geeigneten Karton oder Kleidersack aufbewahrt werden, um Verfärben und Vergilben zu vermeiden. Ebenfalls sind Vorsicht beim Tragen und eine schonende Pflege beim Reinigen sehr wichtig. Seide unterscheidet sich stark in Qualität und Gewebeart. Sie reicht von leicht und weich bis hin zu schwer und steif. Je nachdem ist der Stoff knitteranfällig. Je leichter das Gewebe, desto günstiger und empfindlicher der Stoff.

Beim Kauf von einem Brautkleid aus Seide sollte bedacht werden, dass Seide sehr empfindlich für Flecken, Schweiß und Parfum ist.

Eigenschaften:
+ der luxuriöseste und teuerste Brautkleidstoff
+ gut geeignet für Sommer und Winterhochzeiten
- empfindliches Material

Beispiel für ein Brautkleid aus Taft

Taft

Taft ist durch seinen seidenähnlichen Charakter ebenfalls beliebt bei Brautkleidern. Früher wurde Taft aus Seide hergestellt. Bei heutigen Brautkleidern werden jedoch meist hochwertige Kunstfasern benutzt, was den Stoff preiswerter macht. Seine halbsteife, feine, glatte Oberfläche und die glänzende Optik machen den Taftcharakter aus.

Dieser leise raschelnde Stoff ist hervorragend als Untergrund geeignet, um das Brautkleid mit Stickereien oder Spitzenapplikationen zu versehen, da es ein glattes und festes Material ist. Taft wird zudem oft bei Brautkleidern mit Raffungen verwendet.

Je nach Lichteinfall kann ein leicht schimmernder Farbwechsel auftreten, so dass das Gewebe in unterschiedlichen Cremeabstufungen perlig schimmert.
Taft ist leichter als Satin, knittert daher aber auch leichter. Das Material ist äußerst fest und insbesondere in der Polyestervariante unempfindlich. Es wird daher auch gerne als Futterstoff verwendet.

Eigenschaften:
+ luxuriöses Gewebe durch seidenähnliches Charakter
+ steifes Material, daher ideal als Grundlage für Stickereien
- knittert leicht
Beispiel für ein Brautkleid aus Tüll

Tüll

Tüll ist längst ist nicht mehr nur für den Brautschleier geeignet. Auch sollten Sie sich von veralteten Vorstellungen trennen, dass Tüll wie ein Moskitonetz oder wie der Tüll eines Tutus aussähe, denn der heutige Tüll ist alles andere als steif und billig aussehend. Dieses netzartige, leichte und durchsichtige Gewebe wird heute sehr oft für Brautkleider verwendet. Tüll wird aus Garnen verschiedener Feinheit gewebt. Die markanteste Eigenschaft des Tülls ist die Luftdurchlässigkeit durch seine Netzzellen. Durch seine Leichtigkeit und gleichzeitige Stabilität ist Tüll das ideale Material, um eine schöne Schnittform und ein luftiges Volumen zu liefern. Auch als Grundlage für Applikationen eignet er sich gut. Feinste Tülldrapierungen können ebenso gut gelegt werden wie glatte Oberflächen, somit ist Tüll für die verschiedensten Schnitte und Stile geeignet.

Als Unterrock sorgt Tüll für ein schönes Rockvolumen, als Oberstoff – meist mehrlagig eingesetzt - für ein leichtes, luftiges und romantisches Aussehen. Besonders schön wirkt ein luftiger Tüllrock in Kombination mit eng anliegenden Oberteilen und Korsagen.

Eigenschaften:
+ perfekt für opulente Röcke und feine Raffungen
+ ideal auch als Grundlage für Applikationen
+ romantischer Effekt

Beispiel für ein Brautkleid aus Brokat

Brokat

Unter Brokat (auch Jacquard genannt) versteht man einen edlen, schweren, gemusterten Stoff auf Seiden, Baumwoll-, Viskose- oder Leinenbasis. Ein besonderer Glanz entsteht durch eingewebte Fäden in Silber und Gold. Seidenbrokat besteht ausschließlich aus reiner Seide. Die Stoffe erinnern an Prägedruck oder gar Stickereien und sehen mit ihren auffälligen Ornamenten sehr glamourös und prachtvoll aus. Der Stoff kann ganzjährig getragen werden, ist aber bei Hochzeiten im Herbst oder Winter beliebt.

Eigenschaften:
+ gut für kühlere Saison: Herbst und Winter
+ glamourös und prachtvoll

 

Polyester

Die bereits oben aufgelisteten Materialien Satin, Taft, Chiffon, Organza und Tüll werden in ihrer synthetischen Variante am häufigsten für Brautkleider verwendet. Die Oberflächen dieser Polyesterstoffe weisen eine gleichmäßig glatte Oberfläche auf und knittern nur schwer.

Ein Vorteil gegenüber Naturfasern liegt in der relativen Lichtunempfindlichkeit, so dass diese Stoffe – im Gegensatz zu Naturfaser – nicht mit der Zeit vergilben. Als Kunstfaser nimmt Polyester im Vergleich zu Baumwolle, Leinen und anderen Naturfasern nur recht wenig Wasser auf, wodurch eventuelle Schweißflecken nicht sichtbar werden.



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TW BalquisBewertung zu TW Balquis
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Echt super Kleid, tolle Verarbeitung und Passform. Das Lila ist richtig schön und kommt gut zur Geltung ohne aufdringlich zu wirken. Ich bin richtig froh dass ich dieses Kleid gefunden habe und freue mich schon riesig darauf es an meinem großen Tag zu tragen. Dankeschön für den super Service und dieses wundervolle Kleid!

Bewertung: 9,47 von 10Bewertung: 9,47 von 10Bewertung: 9,47 von 10Bewertung: 9,47 von 10Bewertung: 9,47 von 10Bewertung: 9,47 von 10Bewertung: 9,47 von 10Bewertung: 9,47 von 10Bewertung: 9,47 von 10Bewertung: 9,47 von 10
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Sonntag, 10.02.2019, 08:50

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